Bush gibt Widerstand gegen Klimaziel auf
Toyako - Ein halbes Jahr vor Ende seiner Amtszeit hat US-Präsident George W. Bush den Widerstand gegen ein langfristiges Klimaziel aufgegeben.
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Die USA lassen sich erstmals auf ein langfristiges Ziel beim Klimaschutz ein. Beim G8-Gipfel im japanischen Toyako verständigten sich die Staats- und Regierungschefs darauf, bis 2050 den Ausstoß an schädlichen Treibhausgasen mindestens zu halbieren. |
Beim G8-Gipfel im japanischen Toyako verständigten sich die Staats- und Regierungschefs darauf, bis 2050 den Ausstoß an schädlicher Treibhausgase mindestens zu halbieren. Noch vor einem Jahr hatte Bush nur zugesagt, dieses Ziel zur Mitte des Jahrhunderts zu prüfen. Umweltschützer kritisierten, dass Bush sich weiter weigere, sich auf mittelfristige Ziele festzulegen.
Die US-Regierung bewertet die Schlusserklärung des G8-Gipfeltreffens zur Klimafrage als ein hervorragendes Ergebnis. Mit dem erklärten Ziel, bis 2050 den Ausstoß der Treibhausgase um 50 Prozent senken zu wollen, hätten sich die G8-Staaten auf eine gemeinsame langfristige Vision festgelegt, sagte der Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, Dan Price. Wie von Bush vorgeschlagen, werde es nun darum gehen, mit allen großen Industriestaaten - also auch mit China und Indien - eine für alle verbindliche Strategie für mittelfristige Ziele im Kampf gegen die Klimaerwärmung zu finden.
EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso würdigte die Einigung als starkes Signal für die Verhandlungen über ein neues Klimaschutzabkommen für die Zeit nach 2012. Die Konferenz soll Ende 2009 in Kopenhagen beginnen. Dann wollen die G8 ihre eigene Vorgabe für 2050 in die Verhandlungen einbringen.
dpa-infocom













