Am Mittwoch in der Rhein-Zeitung
RZ-Gespräch mit Otto-Werner Schade
Zu Gast bei der Rhein-Zeitung: Der Chef der Regionaldirektion für Arbeit Rheinland-Pfalz-Saarland, Otto-Werner Schade, rechnet trotz abflachender Konjunktur mit einem anhaltenden Rückgang der Arbeitslosigkeit bis „weit ins nächste Jahr hinein“.
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Video-Interview - Im Gespräch mit Chefredakteur Christian Lindner fordert Otto-Werner Schade mehr Eigeninitiative von Arbeitssuchenden. |
„Danach dürfte der Aufwärtstrend abflachen“, sagte Schade. Zudem warnt er die Politik davor, die Agenda 2010 zurückzudrehen.
„Ich war ein Verfechter dieser Agenda, die das Wirtschaftswachstum gefördert und die Arbeitslosigkeit abgebaut hat. Ich habe kein Verständnis, dass man an Eckpunkten dieser Agenda rüttelt, um durch Veränderungen gute Erfolge wieder ad absurdum zu führen“, sagte Schade. Die Verlängerung der Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes für Ältere hält er für einen großen Fehler: „Die Begrenzung der Bezugsdauer auf 312 Tage hat zuvor zu einer Veränderung der Mentalität vieler Betroffener geführt. Viele Arbeitsuchende haben die Suche aktiver betrieben, die Bereitschaft Arbeitsangebote anzunehmen war deutlich größer geworden.“ Schade fordert daher eine „verlässliche und berechenbare Politik.“ Zudem appelliert er an die Erwerbslosen: „Auch ein Arbeitsloser hat der Gesellschaft gegenüber die Pflicht, Arbeitslosigkeit gering zu halten. Zeitarbeit oder Minijob sind nicht immer angenehm, bieten aber auch Chancen“.
Eine weitere Senkung der Beiträge zu Arbeitslosenversicherung lehnt Schade ab. „Dank der Überschüsse sind die Beiträge bereits von 6,5 auf 3,3 Prozent gesenkt worden. Das ist ein beispielloser Schritt – in keinem anderen Zweig der Sozialversicherung wäre so was möglich. Die Diskussion um eine weitere Beitragssenkung kann ich daher nicht ganz nachvollziehen. Bei einem Konjunktureinbruch sollte die Bundesagentur nicht wieder als Kostgänger zur Bundesregierung gehen müssen. Ich plädiere für eine Art Schwankungsreserve, um mit eigenen Mitteln auf die Konjunktur reagieren zu können“, sagte Schade.
Das komplette Interview lesen Sie am Mittwoch in der Rhein-Zeitung.
RZO












