Empörung und Unverständnis über Siemens-Pläne
Erlangen/Nürnberg - Mit Empörung und Unverständnis haben Arbeitnehmervertreter und Kommunalpolitiker an den großen Siemens-Standorten in Erlangen und Nürnberg auf den angekündigten Stellenabbau reagiert.
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Der Elektrokonzern Siemens will weltweit 16 750 Arbeitsplätze streichen, davon 5250 in Deutschland. Die nach Beschäftigtenzahlen größten Standorte Erlangen, München, Nürnberg und Berlin sollten entsprechend zu den Maßnahmen beitragen, hieß es. |
«Das ist inakzeptabel für ein Unternehmen mit Milliardenergebnissen und überfüllten Auftragsbüchern», sagte der Erlanger IG-Metall-Chef Wolfgang Niclas der Deutschen Presse-Agentur dpa. Erlangens Wirtschaftsreferent Konrad Beugel (CSU) äußerte sich ebenfalls besorgt.
Die stellvertretende Betriebsratsvorsitzende des Sektors Medizintechnik in Erlangen, Christa Gerdes, sprach von großer Verunsicherung unter den Beschäftigten. Die Sparte habe volle Auftragsbücher und erreiche die Ergebnisziele. «Wir können es nicht verstehen», sagte Gerdes. Der Nürnberger IG Metall-Sekretär Rudi Lutz sagte: «Es herrscht sehr viel Frust.» Siemens beschäftigt in Erlangen mehr als 22 000 Menschen, in Nürnberg mehr als 9000.
dpa-infocom













