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Zuversicht im Osten und Westen ungleich verteilt

Stuttgart/München Kurz vor dem 18. Jahrestag der Deutschen Einheit ist Zuversicht bei den Menschen in Ost- und Westdeutschland nach einer Umfrage sehr ungleich verteilt.

Im Westen gebe es teils deutlich mehr Zuversicht als im Osten, ergab der «Zuversichtsindex» des Versicherers Allianz und der Universität Hohenheim. Diese Stimmungsunterschiede bezogen sich nicht nur auf die persönliche Lage, sondern auch auf die des ganzen Landes.

Vor allem zwischen den Nachbarländern Niedersachsen und Sachsen-Anhalt klafft demnach eine große Lücke: Während in Niedersachsen 64 Prozent der Menschen ihre persönliche derzeitige Lage als «gut» oder «sehr gut» empfänden, sagten das in Sachsen-Anhalt lediglich 37 Prozent der Befragten von sich.

Mit Blick auf die Zukunft zeigten sich die Menschen in Hamburg (70 Prozent) und Niedersachsen (69 Prozent) am zuversichtlichsten für ihr persönliches Leben. Dagegen schauen in Thüringen mit nur 26 Prozent die wenigsten der Befragten hoffnungsvoll in ihre persönliche Zukunft. Eine ähnliche Verteilung ergab sich auch bei der Frage nach der Zukunft Deutschlands. Während in Hessen noch jeder Dritte die Entwicklung des Landes positiv einschätzt, glauben in Sachsen-Anhalt nur vier Prozent der Befragten an eine gute Zukunft für Deutschland. «In Ostdeutschland schlägt der wirtschaftliche Abschwung den Menschen stärker aufs Gemüt als im Westen. So wird die Schere zwischen Ost- und Westdeutschland bei der Zuversicht immer größer», erklärte Frank Brettschneider von der Universität Hohenheim laut Mitteilung.

Am zuversichtlichsten zeigten sich die Deutschen insgesamt, wenn es um ihr Zuhause (82 Prozent) geht, um Familie, Partnerschaft und die Kinder (65 Prozent). Jeder zweite Befragte schätzte der Studie zufolge die persönliche finanzielle Lage positiv ein. Vertrauen in die Sicherheit ihres Arbeitsplatzes haben bundesweit 47 Prozent der befragten Männer und Frauen. Für die Studie wurden 2905 Bürger im dritten Quartal dieses Jahres befragt.

dpa-infocom


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