Violinist Tetzlaff triumphiert in New York
New York Unter der Leitung von Stardirigent James Levine ist der deutsche Violinist Christian Tetzlaff (42) in der berühmten New Yorker Carnegie Hall wie ein Rockstar gefeiert worden..
Das Publikum nahm seine atemberaubende Interpretation von Johannes Brahms' Violinkonzert in D-Dur am Sonntag mit Jubel und lauten Bravorufen auf. Selbst Levine war so begeistert, dass ihm beim Schlussakkord des ersten Teils ein lauter Juchzer entglitt. Die eiligen New Yorker, sonst mit Beifall wenig geduldig, holten Tetzlaff siebenmal wieder auf die Bühne und bewegten ihn zu einer Zugabe.
Für Levine war der symphonische Auftritt mit «seinem» Orchester von der Metropolitan-Opera der erste in der Carnegie Hall seit seiner Krebsoperation im Juli. Mit gewohnter Leidenschaft, Präzision und Energie führte er das technisch brillante Orchester durch die schwierige Partitur. Kürzlich stand er auch zur Eröffnung der Opernsaison schon wieder am Dirigentenpult. Dem 65-Jährigen war vor drei Monaten wegen einer bösartigen Wucherung eine Niere entfernt worden.
Für Tetzlaff, einen gebürtigen Hamburger, der in der Nähe von Frankfurt lebt, war es der dritte Auftritt mit dem Metropolitan-Orchester. Schon im vergangenen Jahr war er mit einem Beethoven-Konzert begeistert gefeiert worden. Die «New York Times» sprach von einer «berauschenden Aufführung».
Diese Saison gibt der 42-jährige Solist eine Reihe von weiteren Konzerten in den USA, unter anderem mit den New Yorker Philharmonikern und dem Cleveland sowie dem Philadelphia Orchestra. Mit seinem «Tetzlaff-Quartett», bei dem auch seine Schwester Tanja mitspielt, hat er Auftritte in Washington, Atlanta und New York.
dpa-infocom













