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Umwelt

Der Pilz des Jahres: Ein blauer Fleck auf toten Ästen

Kassel Der Blaue Rindenpilz, eine farbenprächtige Kruste auf der Unterseite abgestorbener Äste, ist der Pilz des Jahres 2009. Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie stellte ihn am Freitag auf ihrer internationalen Jahrestagung in Kassel vor.

Der leuchtend indigo-blaue Pilz (wissenschaftlicher Name: Pulcherricium caeruleum) wächst vor allem in Süddeutschland in warmen, feuchten Laubwäldern.

Bisher wurde er in den Roten Listen der bedrohten Arten als im Bestand gefährdet aufgeführt. Denn natürliche Flussniederungen mit genügend Totholz sind selten geworden. Jetzt profitiert die Art von der Klimaerwärmung und dürfte sich nach Meinung der Experten weiter nach Norden ausbreiten. Rindenpilze wachsen meist flach auf Ästen und sind oft nur wenige Millimeter dick. Sie können aber bis zu einen Meter lange Flächen überziehen.

dpa-infocom


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