Devisen: Flucht in die Sicherheit belastet Euro und stützt Dollar
FRANKFURT - Der Kurs des Euro
"Obwohl die USA das Epizentrum der derzeitigen Finanzkrise sind, werden US-Staatsanleihen derzeit als sicherer Hafen gesucht", sagte Ulrich Leuchtmann, Devisenexperte von der Commerzbank. "Davon profitiert der Dollar." Kurzlaufende US-Staatsanleihen gelten laut Leuchtmann derzeit als das sicherste Wertpapier der Welt. "Diese Flucht in die Qualität ist durch das vorläufige Scheitern des US-Rettungspakets für den Finanzsektor noch verschärft worden." Europäische Anleihen könnten von dieser Entwicklung kaum profitieren, da hier der Markt nicht ausreichen groß sei, um diese Liquiditätsmengen aufzunehmen. Zudem gelte der europäische Markt angesichts der jüngsten Probleme im Bankensektor als ähnlich unsicher wie der US-Markt.
Zudem sei nach den jüngsten Konjunkturdaten auch die Hoffnung gestiegen, dass sich die US-Wirtschaft schneller von der derzeitigen Konjunkturschwäche erholen dürfte als die europäische Wirtschaft, sagte Leuchtmann. So ist das US-Verbrauchervertrauen trotz der jüngsten Turbulenzen im September überraschend gestiegen. Auch der regionale Einkaufsmangerindex für die Region Chicago fiel deutlich besser als erwartet aus. "Hier gibt es durchaus Licht am Ende des Tunnels", sagte Leuchtmann. Insgesamt stütze das derzeitige Szenario weiter den Dollar.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro
auf 0,79030 (0,79590) britische Pfund
dpa-infocom

















