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Belastungen am Arbeitsplatz können krank machen

Karlsruhe/Dresden Psychische und soziale Belastungen am Arbeitsplatz sind immer häufiger Auslöser für eine Krankheit.

Dieses Thema steht im Mittelpunkt einer Tagung vom 9. bis 11. Oktober in Dresden.

Das gab der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW) in Karlsruhe bekannt. Erwartet werden rund 800 Arbeitsmediziner aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Inzwischen seien solche Probleme schon die vierthäufigste Krankheitsursache am Arbeitsplatz - mit stark steigender Tendenz. Sie würden in der modernen Arbeitswelt eine große Herausforderung darstellen. «Zwang zu schnellen Entscheidungen, hohe Verantwortung, technische Störungen, Zeitdruck und zwischenmenschliche Probleme stehen in vielen Betrieben auf der Tagesordnung», hieß es.

Nach Angaben von VDBW-Geschäftsführer Jochen Protzer ist der Anteil der psychischen und sozialen Belastungen als Ursache für eine Krankschreibung in den vergangenen 20 Jahren von 7,2 auf 12,5 Prozent (2006) gestiegen. Dabei ging im gleichen Zeitraum die Zahl der sogenannten AU-Tage (Arbeitsunfähigkeit) von 22,8 auf 12,8 zurück. 2006 war demnach jeder Arbeitnehmer im Schnitt knapp 13 Tage krankgeschrieben. An erster Stelle standen Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems (34,3 Prozent). Danach rangierten Verletzungen und Unfälle (19,7), Krankheiten des Atmungssystems, worunter auch Allergien fallen, und an vierter Stelle die psychischen Probleme.

Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte: www.vdbw.de

dpa-infocom


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