Sachbuchautoren sollten sich spezialisieren
Frankfurt/Main Sachbuchautoren brauchen ein Thema, in dem sie sich besonders gut auskennen.
«In der Regel muss man sich spezialisieren», sagte Annette Anton vom Campus Verlag in Frankfurt.
«Man kann thematisch nicht zu doll hin- und herspringen.» In Ausnahmefällen könne es zwar gelingen, in unterschiedliche Themen einzusteigen, aber üblicherweise sei das nicht zu empfehlen. Die Zahl der Sachbücher hat nach Einschätzung der für diesen Bereich zuständigen Programmleiterin in den vergangenen zwei Jahrzehnten deutlich zugenommen. «Aber die Verlage sortieren auch skrupulös aus.»
Bei den etablierten Verlagen ist auch bei Sachbüchern der Name des Autors ein entscheidender Faktor: «Bei historischen Sachbüchern zum Beispiel muss der Autor bei uns auch ein ausgewiesener Historiker sein.» Bei der Themenfindung ist Vorausschauen wichtig: «Ein Sachbuch braucht eineinhalb bis zwei Jahre Vorlaufzeit», erklärte Anton. «Das heißt, wir müssen jetzt entscheiden, was 2010 erscheinen soll.» Trends auszumachen sei dabei ebenso schwer wie in der Belletristik.
«Eine deutlich erkennbare Entwicklung ist, im Sachbuch ein Thema aus der Perspektive eines Einzelnen zu erzählen», sagte Anton. «Es muss dann allerdings so beispielhaft sein, dass es für viele relevant ist.» Der Erfolg eines Titels lasse sich aber oft nicht vorhersehen. «'Simplify your life' war so ein Titel, bei dem wir nicht damit gerechnet hatten, den Nerv von Millionen von Lesern zu treffen.»
dpa-infocom










