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Grippe-Impfstoff ist da: Expertin rät zur Impfung

Augsburg Experten raten bereits jetzt zu einer Grippeschutzimpfung.

«Es ist sinnvoll, sich Anfang Oktober gegen Influenza impfen zu lassen, denn der Impfschutz braucht zwei bis drei Wochen, bis er sich aufgebaut hat.».

Das sagt die Arbeitsmedizinerin und Impfexpertin Marie-Luise Schrömer vom Klinikum Augsburg. Vor allem Senioren über 60 Jahre, Patienten mit Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder mit chronischen Leiden wie Diabetes sollten sich impfen lassen. Ein von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlener Impfstoff liege nun vor.

«Wir wollen möglichste viele Menschen zum Impfen motivieren», sagte Schrömer. In der Regel sei eine Grippeschutzimpfung gut verträglich. Vor dem Impfschutz sollte aber geklärt werden, ob beim Patienten eine Allergie gegen Hühnereiweiß vorliege, da der kombinierte Impfstoff aus Hühner-Embryonen gewonnen werde.

Da in der kalten Jahreszeit banale Infekte wie Schnupfen oder Erkältung zunehmen, sei eine frühzeitige Schutzimpfung in gesundem Zustand gegen die Influenza anzuraten. «Wir im Klinikum Augsburg haben bereits mit dem Impfen angefangen», sagte Schrömer. Personen mit viel Menschenkontakt in Behörden, bei der Pflege oder in Kliniken sollten sich vorbeugend impfen lassen. In vielen Betrieben werde die Grippeschutzimpfung von den Arbeitsmedizinern kostenlos angeboten.

Erfahrungsgemäß erreichen die Grippeerkrankungen ihren Höhepunkt in den Monaten Dezember bis Februar, sagte Schrömer. Niemand könne aber vorhersagen, wie stark sich eine mögliche Grippewelle ausbreiten könne. «Experten erwarten für die nächsten Jahre eine Grippe-Epidemie größten Ausmaßes, aber niemand weiß, wann das passieren wird», sagte Schrömer. Die letzten größeren Grippewellen in Deutschland habe es in den Jahren 2005 und 2006 gegeben.

dpa-infocom


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