Nächtliche WC-Besuche können Blasenkrebs vorbeugen
Heidelberg Nachts durchzuschlafen gilt als gesund - einer neuen Studie zufolge können aber auch viele nächtliche Gänge zur Toilette zur Gesunderhaltung beitragen.
Wie Forscher in den USA herausfanden, erkranken Menschen mit häufigem nächtlichen Harndrang deutlich seltener an Blasenkrebs: Bei Männern sinkt das Risiko um 40 Prozent und bei Frauen sogar um 50 Prozent, wenn sie mindestens zweimal pro Nacht aufstehen und die Blase entleeren. Die Studie des US-Krebsinstituts in Bethesda in Maryland ist jetzt im «International Journal of Cancer» veröffentlicht worden, teilt das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg mit.
Bei Rauchern sei die positive Wirkung nächtlicher Toilettengänge noch ausgeprägter als bei Nichtrauchern, heißt es. Untersucht wurde das Verhalten von insgesamt 884 Blasenkrebspatienten sowie 996 Menschen ohne die Erkrankung. Nach DKFZ-Angaben vermuten die amerikanischen Forscher, dass das Krebsrisiko steigt, wenn die Blase nachts über längere Zeit Kontakt mit krebserregenden Stoffen im Urin hat. Viele Toilettenbesuche während des Tages reduzierten das Risiko von Blasenkrebs dagegen nicht, fanden die Wissenschaftler heraus.
dpa-infocom










