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Naturschutzbund mahnt: Igel gehören nicht in den Keller

Magdeburg Naturschützer warnen vor falsch verstandenen Hilfsaktionen für Igel und geben Tipps zum richtigen Umgang mit den Stacheltieren.

Der Igel sei kein Haustier, sondern ein geschütztes Wildtier und sollte möglichst in der Natur belassen werden.

Darauf weist der Naturschutzbund (NABU) in Sachsen-Anhalt hin. Nur kranke und schwache Tiere dürften zeitweise aufgenommen werden, um sie gesund wieder auszusetzen. Alle anderen sollten im Freien überwintern. Würden Igel die Frostperiode im Keller oder Schuppen verbringen, hätten sie im Frühjahr erhebliche Anpassungsprobleme.

Wer Igeln helfen möchte, sollte seinen Garten naturnah gestalten. Dazu zählen nach Angaben des NABU abgedeckte Kellerschächte, Unterschlupfmöglichkeiten und der Verzicht auf chemische Unkrautvernichtungsmittel. Im Spätherbst dürften kleinere Igel gefüttert werden, um sie auf die Winterruhe vorzubereiten. Statt Milch sollte frisches Trinkwasser bereitgestellt werden. Bei Bodentemperaturen um null Grad beziehen die Igel ihr Winterquartier. Wenn keine Hecken oder Holzhaufen im Garten vorhanden sind, können auch selbstgebaute Igelhäuschen als Schlafplatz dienen.

Naturschutzbund: www.nabu.de

dpa-infocom


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