Hintergrund: Einlagensicherung der Kreditbranche
Berlin/Frankfurt Die deutsche Kreditwirtschaft bietet bei der Einlagensicherung europaweit den höchsten Standard. Dabei haben Banken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken jeweils ihre eigenen Sicherungssysteme, die voneinander unabhängig sind.
Experten gehen allerdings davon aus, dass die Systeme bei extremen Marktverwerfungen ohne Absicherung des Bundes unter Druck geraten könnten.
Gerät eine private Bank in Turbulenzen, kommt die gesetzliche Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) zum Tragen. Sie sichert 90 Prozent der Einlagen pro Kunden ab, maximal aber 20 000 Euro. Die fehlenden 10 Prozent und darüber hinausgehende Gelder werden vom Einlagensicherungsfonds gezahlt, an dem sich die privaten Institute freiwillig beteiligen, darunter alle großen deutschen Geschäftsbanken. Er steht für jeden Einzelkunden bis zu einer Summe von 30 Prozent des haftenden Eigenkapitals der Bank gerade - und sichert damit «normale» Privatkunden praktisch vollständig ab.
Bei den Sparkassen sowie den Volks- und Raiffeisenbanken greift wiederum eine Institutshaftung: im Falle eines Engpasses springen die anderen Institute ein. Damit gibt es über alle drei Säulen der deutschen Kreditwirtschaft hinweg Einlagensicherungssysteme.
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